Steiermark, ein österreichisches Bundesland gliedert sich in die Obersteiermark und nicht wie man annehmen könnte, in eine Untersteiermark. Die Untersteiermark ist der östliche Teil Sloweniens und die die südlichen Gebiete in Österreich nennt man Ost-, West- und Südsteiermark.
Die bedeutendsten Städte der slowenischen Steiermark sind Maribor, Celje, Ptuj und Slovenj Gradec. Slowenj Gradec bedeutet slowenisch Graz und weist auch auf die gemeinsame Vergangenheit hin. Vor einigen Wochen besuchte ich Marburg, so die deutsche Bezeichnung der Stadt Maribor. Manche Häuserfassaden lassen Spuren der habsburgisch östereichisch-ungarischen Monarchie erkennen.



Der Weinbau hatte Bedeutung und in den vergangenen Jahren sind steirische Weißweine wieder zu Markenprodukten geworden. Die älteste Traube der Welt soll angeblich in Marburg an dieser Hausmauer wachsen.

Marburg ist von Graz in einer Stunde zu erreichen, Sarajewo, die Hauptstadt Bosnien Herzegowinas liegt näher bei Salzburg als Berlin. In diesem Zusammenhang stelle ich wieder einmal fest, dass Sprache trennender wirkt als andere Faktoren. Ein weiterer Faktor ist gemeinsame Geschichte von herrschen und beherrscht werden, wobei historische Ereignisse, sagt man, aus der Sicht der Sieger geschrieben wird. Und das im jeweiligen Land, damit wird offensichtlich, dass Geschichte trennend wirkt.
Die deutschsprachige Bevölkerung Sloweniens ist niht als Minderheit anerkannt, wird bei der Stadtführung erzählt, die ungarische und italienischsprachige hingegen schon. Beim Nachlesen gemeinsamer Geschichte hat man Verständnis dafür. Für die Zukunft wäre eine Annäherung, ähnlich wie sie zwischen Frankreich und Deutschland entwickelt wurde, zielführender.
Dazu ist von beiden Seiten ein gemeinsamer Blick auf die Vergangenheit erforderlich.




Wir schlendern durch die Gassen, betrachten Häuser und Balkone, die Gastgärten an den Plätzen sind abgeräumt. An der Drau finden sich noch Sonnenstrahlen, die einzelne Gäste anlocken.

Die älteste Brücke muss genauer betrachtet werden.

